Ausgehen

Studieren ist nicht alles. Schon gar nicht in einer Stadt wie Bochum. Abtauchen im Bermuda-Dreieck, Abtanzen in Clubs und Discotheken, Nachdenken in den Theatern – die vielfältigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sind hier im Herzen des Ruhrgebiets eine echte Konkurrenz zum Seminarplan. Und damit Sie sich immer am richtigen Ort befinden, hier eine kurze Übersicht über die wahren "Hot-Spots".

Bermuda-Dreieck

Das Bermuda-Dreieckexterner Link, Bochums berühmte Kneipenmeile, beschreibt geografisch den Häuserblock zwischen Kerkwege, Viktoria- und Kortumstraße und entzieht sich ansonsten jeglicher Beschreibung. Ein absolutes Muss für Nachtschwärmer. Wer es nicht kennt, macht sich irgendwie verdächtig. Also: Hier geht's einmal gegen den Uhrzeigersinn zu den Highlights rund um die Feierzone.

  • Intershop, Kerkwege. Schummrig, metropolitanes Flair: Der Intershop ist die klassische letzte Station eines veritablen Zugs um die Bermuda-Gemeinde. Eine Ikone des Nachtlebens – viele unsterbliche Anekdoten haben hier ihren Anfang und ihr unnachahmliches Ende genommen.

  • Café Sachsexterner Link, Viktoriastraße 55. Hier sitzt, wer sehen und gesehen werden will. Großbildleinwand für Sportübertragungen und Kinofilme im Inneren, Frühstück zum Ankreuzen, am Wochenende Diskothek.

  • Sticks, Viktoriastraße. Die geniale Sushi-Bar des Bermuda-Dreiecks. Kühle Eleganz, man kann die Schuhe anbehalten und dem Koch bei der Zubereitung aufs Hackbrett schauen. Im vorderen Teil mit Bar.

  • Café Tucholsky, Viktoriastraße 73. Gepflegtes Art-déco-Ambiente, nicht ganz billig und bei Stars und Sternchen begehrt. Im eigenen "Art-Hotel" nächtigen oft bekannte Schauspieler, die man auch beim reichhaltigen Frühstück im Tucholsky treffen kann.

  • Barrioexterner Link, Viktoriastraße 66. Mexikanische Biere, Schnäpse, Speisen und Musik. An manchen Abenden wird getanzt – wenn Platz dafür da ist, denn hier ist es meistens voll.

  • Mandragora, Konrad-Adenauer-Platz. Innen rustikal gemütlich, auf dem Teller die zweitbesten Crêpes der Stadt u.v.m. Das eigentliche Potenzial liegt aber draußen: Im Sommer verwandelt sich der Konrad-Adenauer-Platz in Bochums größten Biergarten. Auf der anliegenden Bühne finden oft Konzerte statt.

  • Freibeuterexterner Link, Kortumstraße 2. Von den ehemaligen Besitzern des legendären Graefen und König betriebene Kneipe für "Hafen-, Musik- und Fußballkultur".  Bei good old (and new) Rock'n'Roll kann man hier bei einer Flasche des Hamburger Kultbiers "Astra" Fußballübertragungen oder den blubbernden Aquarien zusehen.
    Billard (Bild: Pixelquelle.de)
  • Cotton Clubexterner Link, Kortumstraße 1. Im ersten und zweiten Stock gelegen, bietet dieser Billard-Salon Ausblick auf das Geschehen im Bermuda-Dreieck und eine der besten Gelegenheiten zum gepflegten Anstoß-Nehmen. Snooker, Carambolage und Pool zu fairen Preisen.

  • Three-Sixtyexterner Link und San Diegoexterner Link, Kortumstraße. Sorry: Aber hier handelt es sich um zwei nahezu identische Sport- und Finger-Food-Kneipen in amerikanischen Design. Die beiden Nachbarn haben ein entsprechend austauschbares Publikum und große Freiflächen. Typisch: In jeder Ecke flackern Fernseher – wer's mag...

  • Tapasexterner Link, Kortumstraße 3. Betrieben von den Wirten des Tucholsky, werden hier in streng sachlichem Lokaldesign Tapas serviert. Nach einem Wanddurchbruch gibt es nun die Möglichkeit, nach der spanischen Mahlzeit direkt auf die andere Seite des Bermuda-Dreiecks ins Tucholsky zu wechseln, um dort den gepflegten Absacker zu trinken.

  • Salsaexterner Link und Sausalitosexterner Link, Genau wie im Fall Three-Sixty und San Diego eigentlich austauschbare Kneipen, diesmal im Mexiko-Stil. Wer Nachos, Tacos und Burritos mag und dabei zu verschiedenen Happy-Hours gern einen Cocktail genießt, ist hier gut aufgehoben.

  • Café Konkret, Kortumstraße, Ecke Kerkwege. Große Sitzfläche neben dem Engelbertbrunnen, beliebter Treffpunkt im Sommer, denn hier muss eigentlich jeder vorbei. Ab und an Lesungen oder Vorträge von politisch eher links Angehauchten

Unsere Empfehlungen

Auch abseits des unbestrittenen Kneipenzentrums lohnt die Bochumer Szene jeden Ausflug.

  • Goldkanteexterner Link, Herner Straße 13. Nachfolger des legendären London Tokyo Paris mit ähnlicher Ausrichtung: Eine kleine, schmuck eingerichtete Bar im Sixties-Style mit Wohnzimmer-Atmosphäre, DJs und Flaschenbier. Hochburg des popkulturellen Bochums. Fans von elektronischer Musik und Indie-Pop kommen hier auf ihre Kosten. Ab und an finden Lesungen und Konzerte statt.

     
  • Le Clochardexterner Link, Buscheyplatz 2. Der Urtyp der Bochumer Studentenkneipen hat seit 25 Jahren seinen Platz in Uni-Center-Nähe. Wartet mit sieben Bieren vom Fass und günstigeren Preisen als das Bermuda-Dreieck auf. Im Sommer gibt’s draußen einen großen Biergarten, das ganze Jahr über die besten Crêpes der Stadt und andere fantastische Speisen zu fairen Preisen bei wechselnder Wochenkarte.

     
  • Kulturcafé, im Studierendenhaus der RUB. Viele Veranstaltungen (Comedy, Kabarett, Live-Musik) machen das von Studierenden betriebene Campus-Café auch abends interessant. Regelmäßig voll und mittlerweile legendär: die monatliche Blues-Session.

     
  • Café Zacher, Brüderstraße 6. Die Brüderstraße, die Fortsetzung des Bermuda-Dreiecks mit anderen Mitteln, beherbergt ein kleines Schmuckstück der lokalen Café-Szene: das Zacher. Große Frühstücks- und Teekarte in erlesen entspannter Atmosphäre – der Morgentipp.

     
  • Blauer Engel, Höfestraße 86. Hinter dem Opelwerk hat Bochum fast Dorf-Charakter und in diesen fügt sich eine schöne, pittoreske Kneipe mit Biergarten ein. Vorwiegend studentisches und Alt-Linkes Publikum begibt sich hierhin, wenn es für einen kleinen Euro hervorragend zu speisen wünscht.

     
  • Grunewald, Markstraße 139. Gemütliche Bierlokalatmosphäre mit herzhafte Gerichten für den studentischen Geldbeutel.

     
  • Paddys, Herner Straße 5. Einer der ältesten Irish Pubs Bochums. Gemütliche Atmosphäre. Unregelmäßig Veranstaltungen wie Lesungen oder Kabarett.

     
  • Jago, neben dem Schauspielhaus. Die rustikale Einrichtung täuscht. Beliebter Treffpunkt von Schauspielschülern, Schauspielern und Besuchern des Theaters.

     
  • Biercafé am Shakespeareplatzexterner Link, Hubertusstr. 4. Auch hier sollte man sich vom westfälischen Postmoderne-Ziegelbau nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die kleine Kneipe präsentiert regelmäßig gute Künstler aus der Musik- und Kabarettszene. Hier hat Hennes Bender seine ersten Programme ausprobiert. Eintritt immer frei.

     
  • Café Ferdinandexterner Link, Ferdinandstraße 44. Direkt hinter dem Hauptbahnhof befindet sich das stilvolle, mit schönen alten Werbetafeln dekorierte Ferdinand. Üppige Frühstückskarte und leichte Küche, nicht ganz billig. 

     
  • Café Treibsandexterner Link, Castroper Straße 79. Hat einen der besten Kaffees der Stadt und eine große Spielesammlung. Im Sommer kann man draußen sitzen. Fans des VfL Bochum stehen dem Treibsand allerdings kritisch gegenüber, weil das Lokal bei Heimspielen geschlossen bleibt.

     
  • Freibad, Clemensstraße 2. Wurde schon mal durch einen Brand zerstört, wegen der großen Beliebtheit aber schnell wieder renoviert und im alten Stil hergerichtet. Hier kann man in nettem Ambiente leckere Cocktails trinken (Donnerstag ist Cocktailtag), gut eine Kleinigkeit essen, sich in alten Kinositzen lümmeln oder auch mal eine Runde Billard spielen.

     
  • Una Másexterner Link, Hans-Böckler-Straße 34. Die momentan günstigste spanische Kneipe in Bochum. Tapas, Tapas, Tapas in der typischen Bodega-Atmosphäre Katalaniens. 

     
  • Super Luzilexterner Link, Poststraße 43. Nicht weit von der U35-Haltestelle "Zeche Constantin" gelegene Couch-Lounge-Kneipe im Stil der 70er. Dienstags gibt‘s für Studierende gezapftes Pils für einen Euro, Donnerstags günstige Cocktails. Wechselnde DJs.

     
  • Bahnhof Langendreerexterner Link, Wallbaumweg 108. Der alte Bahnhof im beschaulichen Vorort beherbergt eine wahre Kulturschmiede: ein ambitioniertes Programm-Kino, Konzerte, politisch-korrekte Diskussionen, Festivals – und ganz nebenbei betreibt man eine wirklich passable Gastronomie mit tollem Ambiente, schönem, grünem Biergarten und wechselnder Karte.

     
  • Absinthexterner Link, Rottstraße 24. Kleine Kneipe, die sich auf‘s Ausschenken des berauschenden Wermutgetränkes spezialisiert hat. Im Sommer empfiehlt sich der naturbelassene Biergarten.