Bahnfahren
Der wichtigste Anbieter im Schienenverkehr ist die Deutsche Bahn
(DB), das ehemalige staatliche Monopolunternehmen. Auf manchen Regionalstrecken fahren auch andere Unternehmen, in Bochum werden zum Beispiel die RB 40 (Essen - Bochum - Witten - Hagen) und die RB 46 (Bochum - Wanne-Eickel - Gelsenkirchen) von der Firma Abellio
betrieben. Sie kosten denselben Tarif wie die Züge der Deutschen Bahn und können auch mit dem Semesterticket benutzt werden.
Auf Fernstrecken gibt es bisher kaum Konkurrenz zur Deutschen Bahn. In den nächsten Jahren soll das Angebot jedoch breiter und die Konkurrenz stärker werden.
Zugarten
In Deutschland gibt es Regionalverkehrzüge und Fernverkehrzüge. Zu den Nahverkehrzügen gehören Stadt-Bahnen (S), Regional-Expresse (RE), Stadt-Expresse (SE) und Regionalbahnen (RB). Die Fernverkehrzüge heißen InterCityExpress (ICE), InterCity (IC), Euro-City (EC), Interregio (IR) und D-Züge.
Die Fernverkehrszüge kosten Zuschläge und können nicht mit dem Semesterticket benutzt werden – auch nicht, wenn man den Zuschlag bezahlt.
Fahrplan
Obwohl die Deutschen gerne über Verspätungen bei der Bahn schimpfen, halten die Züge meistens genau den Fahrplan ein. Fahrpläne und Auskünfte
bekommen Sie an jedem größeren Bahnhof und im Internet unter www.bahn.de
. Über das Telefon können Sie auch die Bahnauskunft unter der Nummer 11861 (kostet 3 ct/sek) oder die kostenlose automatisierte Fahrplanansage 0800/1507090 benutzen.
Tipps für Reisen mit der Bahn
Fahrkarten kaufen
Zugtickets können Sie entweder im Bahnhof an Automaten und im Reise-Center kaufen. Auch bei Reisebüros und auf der Internetseite der Bahn
gibt es Fahrkarten. Am Automaten und im Internet gibt es wechselnde Sonderangebote, z. B. kosten Reservierungen manchmal nur die Hälfte.
Falls Sie es vor der Fahrt nicht mehr geschafft haben, eine Fahrkarte zu kaufen, wenden Sie sich sofort an den Schaffner. Bei ihm können Sie eine Fahrkarte kaufen, sie ist allerdings etwas teurer als am Automaten. Sie können im Zug nur mit einer Kreditkarte oder bar bezahlen. Wenn Sie sich nicht selbst melden, kann es passieren, dass der Schaffner Sie für einen Schwarzfahrer hält. Im Nahverkehr ist es teilweise nicht möglich, nachträglich eine Fahrkarte beim Schaffner zu kaufen.
Reservierung
Für längere Fahrten lohnt es sich, einen Platz zu reservieren. Sonst kann es passieren, dass Sie während der Zugfahrt stehen müssen. Eine Reservierung ist am Schalter, am Automaten oder per Internet möglich und kostet 3,- €
pro Fahrt.
Bahncard
Wenn Sie oft mit der Bahn fahren, kann sich eine Bahncard
für Sie lohnen. Bei der Bahncard 25 bezahlen Sie einmal 50,- €
und sparen dann 25% bei jeder Fahrt in der 2. Klasse. Die Bahncard 50 kostet 200,- €
und bringt eine Ermäßigung von 50% in 2. Klasse. Studierende können die Bahncard 50 vergünstigt zum Preis von 100,- €
kaufen, wenn sie nicht älter als 26 Jahre sind. Die Bahncard ist nicht übertragbar.
Sparangebote
Auch ohne Bahncard gibt es viele Möglichkeiten, beim Zugfahren zu sparen.
- Zum Beispiel gibt es einen Rabatt von 25 oder 50%, wenn Sie einige Tage im Voraus buchen und sich auf einen bestimmten Zug festlegen ("Sparpreis 25" oder "Sparpreis 50"
). - Auch für Gruppen ab fünf Personen
gibt es einen günstigen Tarif. - Für bestimmte Strecken bekommen Sie im Internet besonders günstige Fahrkarten ("Surf & Rail
"). - Am Wochenende können bis zu fünf Personen für 30 Euro einen Tag lang alle Nahverkehrszüge benutzen ("Schönes-Wochenend-Ticket
") - Neben diesen Angeboten, die immer gelten, gibt es immer wieder Sonderaktionen, bei denen Sie z.B. für 19,- €
pro Strecke durch Deutschland fahren können. Bei allen Angeboten gilt, dass es immer nur eine begrenzte Anzahl von Fahrkarten gibt. Sie sollten also möglichst früh buchen, um das Angebot auch nutzen zu können.
Alle Angebote finden Sie online unter
http://www.bahn.de/p/view/preise/subhome/angebote.shtml




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