Name: Bogdana
Alter: 22
Herkunftsland: Bulgarien
Studiengang: Wirtschaft
Hochschule: Hochschule Bochum
Hallo, ich heiße Bogdana. Ich habe vor vier Jahren angefangen, in Bochum zu studieren. Zuerst war ich an der Ruhr-Universität, aber seit zwei Semestern studiere ich Wirtschaft an der FH. Ich bin eher zufällig in Bochum gelandet, das hat sich einfach mit der Zulassung und dem Visum so entwickelt.
Den Einstieg in das Studium fand ich schwer, da man nur auf sich gestellt ist und sehr diszipliniert sein muss, um alles rechtzeitig zu schaffen und sich überall zu informieren. Mit der Zeit lernt man aber, was wie zu machen ist – man muss nur bereit sein, sich helfen zu lassen. Ich hatte das Glück, mit guten Deutschkenntnissen hierher zu kommen und sie nur noch verbessern zu müssen. Ich denke, es ist auch eine gute Möglichkeit, die Sprache erst hier zu lernen – man sollte allerdings das Interesse dafür mitbringen.
Früher habe ich in der Laerholzstrasse 84 gewohnt, jetzt lebe ich in der Querenburger Höhe, beides sind AKAFÖ-Wohnheime. Ich finanziere mich vor allem über Nebenjobs, bekomme aber auch etwas Geld von meinen Eltern.
Zu den einheimischen Studierenden gibt es oft keine richtige Verbindung. Das hängt nicht von der Nationalität ab, aber oft ist beiderseits kein richtiges Interesse da. Die engsten Freunde von Ausländern sind meistens andere Ausländer, aber natürlich gibt es auch oft genug Ausnahmen. Jeder muss für sich selbst bestimmen und wissen, wie sehr er den Kontakt zu den Einheimischen sucht.
Im Vergleich zu meiner Heimatstadt fehlt mir hier die lockere, entspanntere Atmosphäre. Und natürlich meine Familie. Besonders ungewöhnlich fand ich in Bochum bei meiner Ankunft nichts, alles ist nur etwas "anders". Wahrscheinlich finden Leute aus weiter entfernten und kulturell unterschiedlicheren Ländern das Leben in Deutschland eher ungewöhnlich.
Mir gefällt es sehr gut, dass es auf dem Campus und in der Umgebung alles gibt, was man so braucht. Ich finde es auch gut, dass es viele multinationale Studierende gibt und dass viele Leute sich für Verbesserungen engagieren. Bochum ist keine große, teure Stadt, aber trotzdem findet man hier alles.
Nach dem Studium würde ich gerne eine Weile hier arbeiten. Aber irgendwann möchte ich mit dieser Berufs- und Lebenserfahrung nach Hause fahren, um bei meiner Familie sein zu können und zu versuchen, etwas für mein Land zu machen...




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