Name: David
Alter: 32
Herkunftsland: Georgien
Studienfach: Doktorand in Physiologischer Chemie
Hochschule: Ruhr-Universität
Hallo, ich heiße David und bin 32 Jahre alt. Zur Zeit bin ich bin im fünften Semester meines Doktorandenprogramms an der Ruhr-Universität. Ich habe eine halbe Stelle als Forscher am Institut für Physiologische Chemie. Dort betreibe ich Forschungsarbeit und assistiere dem Professor, z.B. bei der Betreuung von Studentengruppen in ihren praktischen Übungen. Ich habe mich für diese Universität entschieden, weil das Institut für Physiologische Chemie eines der besten und führend auf diesem Gebiet ist.
Deutsch habe ich in der Schule und anschließend am Goethe-Institut in meinem Heimatland gelernt, allerdings habe ich es nie angewendet, so dass meine Deutschkenntnisse bei meiner Ankunft in Deutschland dürftig waren. Mittlerweile spreche ich es ganz gut und kann Alltagsgespräche am Institut oder außerhalb führen sowie Fernsehen, Filme und verschiedene wissenschaftliche Dokumentarfilme verstehen.
Das wichtigste Problem, das ich am Anfang hatte, war eine bezahlbare Wohnung in Universitätsnähe zu finden, weil Doktoranden keine Wohnheimplätze bekommen. Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet, einen geeigneten Platz für mich und meine Familie zu finden. Es mag seltsam erscheinen, aber Doktoranden gelten nicht als normale Studierende und haben die geringste Priorität. Aber schließlich fand ich ein schönes Familienappartement in einem Studentenwohnheim.
Jetzt habe ich ein Problem mit meiner 2-jährigen Tochter: seltsamerweise hat diese riesige Universität nur einen kleinen Kindergarten, was wirklich nicht ausreicht. Dieses "kleine" Problem kostet uns viel Zeit und Energie, und wir sind nicht die Einzigen – viele Studierende und Angestellte sind in der gleichen Situation.
Die Kontakte zwischen deutschen und ausländischen Studierenden sind – ohne zu übertreiben – wirklich fantastisch. Diese Umgebung fördert die Freundschaft zwischen Nationen und Kulturen. Wir haben wirklich viele Dinge, über die wir uns austauschen können. Ich lebe nicht gern in Großstädten. Meiner Meinung nach sind Städte wie Bochum perfekt für Familien. Die Stadt ist ruhig, klein (obwohl man hier alles findet), freundlich und so grün. In zwei Fahrradminuten bin ich an der Universität; in einer Minute bin ich im Einkaufszentrum, am Schwimmbad oder am Fitnesscenter; innerhalb von ein paar Minuten bin ich im schönen Wald oder am See etc. – und überall herrscht eine freundliche Atmosphäre.
Nach meiner Promotion in Bochum plane ich eine Habilitation in den USA (schließlich haben wir eine Greencard gewonnen), um meine wissenschaftliche Karriere fortzusetzen.


