Name: Davide
Alter: 28
Herkunftsland: Italien
Studiengang: Mechatronik
Hochschule: Hochschule Bochum
Ich heiße Davide und bin 28 Jahre alt. Ich bin Ende 1999 als Erasmus-Student nach Deutschland gekommen. Damals habe ich in Italien Ingenieurwesen Umwelttechnik studiert. Durch andere Studenten habe ich dann den Studiengang Mechatronik kennen gelernt und mich entschieden, mein ganzes Studium anders zu gestalten.
Am Anfang war es wirklich schwer, ich habe in der Vorlesung gesessen und nur 5 bis 10% von dem verstanden, was der Professor gesagt hat. Bei einigen Professoren konnte ich überhaupt nichts verstehen. Zuerst habe ich auch gar keinen Deutschkurs besucht. Später habe ich versucht, diesen Mangel mit viel deutschem Fernsehen und täglichen Gesprächen zu verbessern. Jetzt hat sich die Lage schon wesentlich verbessert!
Ich muss zugeben, dass die Sprache nicht das einzige Problem war: Das Studium in Italien ist ganz anders organisiert und ich bin hier oft durch riesige Gebäude ohne Schilder gelaufen, um jemanden zu finden, der mir erklären konnte, wie, wo und was ich machen muss... Aber nach einiger Zeit wird einem vieles klarer.
Zurzeit wohne ich in der Querenburger Höhe, einem AKAFÖ-Wohnheim. Meiner Meinung nach ist es das beste Wohnheim überhaupt: die Lage ist super und ich verfüge über eine eigene Küche und eine eigene Toilette. Der einzige Nachteil ist, dass es nicht so viele Kontakte zwischen den Nachbarn gibt.
Zwischen ausländischen und deutschen Studierenden ist der Kontakt gut. Es gibt z. B. das Erasmus Student Network, eine Gruppe, die viele Möglichkeiten zum Kennen lernen anbietet. Sie bietet sogar Reisen nach Berlin, Prag, Amsterdam usw. an.
Ich habe hier schon in verschiedenen Bereichen gearbeitet. Zurzeit arbeite ich als Barkeeper in der Studentenkneipe "Zur Vorlesung", aber zwischendurch war ich auch schon Italienischlehrer, Übersetzer und habe beim Messenabbau geholfen.
Bochum ist für meine Verhältnisse eine ziemlich große Stadt, auch wenn es nicht so viele Sehenswürdigkeiten gibt. Am liebsten mag ich die vielen Studenten, die aus allen Ecken der Welt kommen. Und, als Italiener muss ich das unbedingt sagen, mir fehlt meine Familie und die italienische Küche.
Was ich nach dem Studium mache? Mal sehen... Vielleicht kehre ich auch nach Italien zurück.




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